Eruptiver Erfolg

Die Ausstoßkurve der Vulkanbrauerei schießt in die Höhe

In der Eifel gehen Tradition und Zukunft Hand in Hand

Niedermendig gilt als Städtchen der Steinhauer und Steinmetze. Durch den jahrhundertlangen unterirdischen Basaltabbau waren dort Felsenkeller von fast vier Quadratkilometern Größe entstanden. In 30 Metern Tiefe, damit bewegt sich die Temperatur dort nur im schmalen Band von 6 bis 8 Grad Celsius. Eine ideale Lagerstätte für Bier. Das hatte zur Folge, dass sich in Mendig 28 Brauereien ansiedelten.

Die für das Bierbrauen so wichtige Erfindung der Kühlmaschine 1879 war für Mendig der Untergang als Braustadt. Viele Betriebe wanderten zu ihrem alten Standort zurück oder schlossen für immer. Bis auf eine: Die heutige Vulkan Brauerei.

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Doch auch die war bedroht, erst jüngst. Der Jahresausstoß sank unter die 3.000 Hektoliter-Marke. Die Rettung kam aus dem Wasser. Die Familie Tack, Inhaberin der Rhodius Quelle, hat die Brauerei gekauft und die Brüder Hannes und Malte Tack als Geschäftsführer eingesetzt. Ein Neubau der Brauerei wurde in Angriff genommen, Anfang 2012 wurde das BrauKon Sudhaus mit AlloySius, Smart- Boil, GentleMix, einer neuen Heißwasserversorgung sowie Luft- und Stickstoffversorgung geliefert und installiert.

Dazu kamen ein Trebersilo, und ein kompletter Tankkeller mit einer Lagerkapazität von 10.000 Hektolitern. In den wenigen Monaten ist die Vulkan Brauerei so gut gelaufen, dass man bereits mit der ersten Erweiterung rechnet.

Das alte Sudhaus ist stehen geblieben und wurde zu einem musealen Objekt umfunktioniert. So bleibt die langjährige Tradition der Vulkanbrauerei Mendig immer im Blickfeld. Die Tack-Brüder haben auch die Zukunft im Visier, denken über eine Sortimentserweiterung nach, auch in Richtung gut gehopfter Craft-Bier Spezialitäten.