Große Erweiterung – nach nur 10 Jahren

Die BrauKon baut eine 3000 Quadratmeter-Halle

Im kommenden Jahr errichtet die BrauKon eine neue Halle. Sie wird den Anlagenbau, das gesamte Büro, und eine neue Brauerei für die Camba beherbergen. Die Camba Brauerei 2014 bekommt ein 40 Hektoliter Sudhaus. Auch das Abfüllzentrum Alz wird in die neue Logistikhalle übergesiedelt. Die Fertigstellung des ambitionierten Neubaus ist mit Ende 2014 veranschlagt.

Schauen, beim Brauen

Ein zentraler Aspekt der Planung besteht darin, Besucher so nahe wie möglich an das Bierbrauen zu bringen. Bier ist ein hochemotionales Produkt, also ist es den Bierfreunden alles andere als egal, woher das kühle Nass kommt, das sie so schätzen, und wie es gemacht wird. BrauKon Gründer und Haupteigner Markus Lohner hat diese Gedanken auch bereits in einer seiner Kolumnen veröffentlicht: vor allem jene Brauereien, die ihre Prozesse und Rohstoffe (zumindest größtenteils) bekannt geben, haben den größten Zulauf. Brauereien, die sich abschotten und ihr Bier lieber hinter verschlossenen Türen herstellen, haben hingegen Probleme.

Glasnost auf Bayerisch

Es ist also nur logisch, dass Lohner diese Gedanken auch der Planung seiner eigenen Brauerei zu Grunde legt. Die Besucher werden die Brauerei über einen Besuchergang frei besichtigen können. Auch die BrauKon Fertigung und die Füllerei wird man einsehen können. Der Neubau der Halle ist gleichsam die Perestroika der zehn Jahre jungen Unternehmens – ihr Konzept heißt Glasnost.

Auch „intern“ wichtig

Transparenz (so das hierzulande bekanntere Wort für den schönen russischen Ausdruck „Glasnost“) wird auch beitragen interne Betriebsabläufe zu optimieren. Die projektbezogene Planung (im Büro) und die Fertigung werden auf einer Ebene liegen. Die Schweißer und der Projektleiter werden nur durch eine Glasscheibe getrennt sein. Der BrauKon Anlagenbau umfasst die Vormontage der Brauanlagen und einen separaten Behälterbau.

Biervielfalt im Chiemgau/Tap Room

Es wird in der neuen Halle unter anderem auch einen Taproom geben, wo man die in der Brauerei hergestellten Biere verkosten kann. In die Ausgestaltung dieses Taprooms werden einerseits die guten Erfahrungen einfließen, die man seit Jahren in der Brauereigaststätte der Camba macht. Zum anderen werden Erkenntnisse aus den führenden Craft-Breweries (die zum größten Teil ohnehin von der BrauKon in den USA errichtet worden sind) die Planung beeinflussen.

Logistikzentrum

Wir sind überzeugt davon, dass der amerikanische Craft-Beer-Boom auch Mitteleuropa erfassen wird. Das Angebot wird hierzulande einerseits heimische Biere aber auch eine Fülle herrlicher Biere der Welt umfassen. Neben den USA spielen das „alte“ Bierland Belgien und das „neue“ Bierland Italien eine Hauptrolle. Das Portfolio der Chiemgauer Bier-Halle wird also neben dem Anlagenbau (Büro und Fertigung), der Brauerei, der Füllerei und dem Taproom auch ein Logistikzentrum für eigene und „fremde“ Biere aus aller Herren Länder umfassen.